Brasilien Golf

Golf-Life Reportagen

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GOLF-LIFE ÜBERSETZUNGEN VON MARKUS HABICH
markus Student an der Deutschen Sporthochschule in Köln mit dem Studiengang Sportökonomie/-management, welches er im Mai 2008 beenden wird. Während seines Studiums absolvierte er ein Auslandssemester an der USP in São Paulo und kennt durch mehrere Aufenthalte in Brasilien, Land, Leute und Kultur sehr gut. Er spricht fliessend portugiesisch und ist sehr sportbegeistert.
Nach Abschluss seines Studiums möchte er sehr gerne im Bereich Eventmanagement bzw. Marketing den Berufseinstieg schaffen.
Arbeitsangebote in den erwähnten Bereichen nimmt er gerne entgegen.

GOLF-LIFE ÜBERSETZUNGEN VON DIETMAR KLAUS NIEDERKOFLER
Dietmar Niederkofler Geboren am 22. November 1967 in Salzburg Österreich, Vater Österreicher, Mutter Brasilianerin, wuchs in Österreich auf und verbringt ist seit seinem 18. Lebensjahr in beiden Länder beruflich tätig. Verbringt den Sommer in Österreich und den Winter in Brasilien. Sein Motto lautet “Sal – Sal”. Salzburg und Salvador da Bahia.
Betreut Einzelreisende und Gruppen in Salzburg Österreich aber auch in Brasilien. Spielt sein 1987 Golf und hat sich dadurch spezialisiert auf Golftourismus. Veranstaltet in Österreich das jährliche Golf do Brasil Charity Turnier im Raum Salzburg. Der Reinerlös des Turniers kommt den Sozialprojekten vom Verein ArcoLatino in Brasilien zu Gute.
Er informiert uns über Brasilien bezogene Golfevents im deutschsprachigen Raum.
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NEU! GOLF-LIFE vom 2007-22
“Um Senhor campo”
(Übersetzung Markus Habich)
Die Greens und Fairways des Platzvereins haben bereits eine Geschichte von fünf Jahrzehnten, die den Erhalt der Umwelt mit den Herausforderungen eines guten Golfplatzes verbinden. Es waren damals andere Zeiten, als der “Platzverein von São Paulo“ am 25. September 1937 in der Nähe des Staudamms von Guarapiranga gegründet wurde. Die erste asphaltierte Strasse wurde erst im Jahre 1946 erbaut. Davor war die Strasse an Regentagen nicht passierbar. Aber Unannehmlichkeiten wie festgelaufene Autos und lange Reisewege schreckten die Mitglieder nicht ab. Das Wochenende in einem wunderschönen ökologischen Ort zu verbringen, entschädigte für jegliche Strapazen.

Die bevorzugte Lage und die gute Organisation des Clubs, liessen ihn schnell wachsen; und schnell zeigte sich auch, dass noch etwas fehlte, um ihn wirklich zu vervollständigen. Es fehlte das Golfen, eine ideale Sportart für eine vom Regenwald umgebene Region. Schliesslich wurden 1958 die ersten neun Löcher vom Golfer José Maria Gonzalez eingeweiht.

Allerdings hatte der Club schon immer die Tradition seinen Gästen nur das Beste anzubieten, deshalb gab sich die Direktion mit einem halben Platz nicht zufrieden. Um die anderen neun Löcher platzieren zu können, musste der Platz neu strukturiert werden. Diese Aufgabe übernahm eine weitere wichtige Persönlichkeit in der Geschichte des brasilianischen und südamerikanischen Golfsports, der argentinische Profi Amando Rossi, Vater des nicht weniger berühmten Ricardo Rossi. Die 18 Löcher wurden mit der Eröffnung des 7. Loches im Jahre 1964 vervollständigt.

Der Club war schon immer stolz auf seine Anziehungskraft, die durch die Umwelt gegeben ist. In der Konstruktionsphase des Platzes war dies nicht anders. Es wurden mehr als 7.000 Bäume gepflanzt, von denen circa 800 die Fairways voneinander trennen, und heute Höhen zwischen 20 und 40 Metern erreichen. Der Plan des Platzes respektierte die Topographie der Region. Das Resultat waren 18 Löcher mit unterschiedlichen Eigenschaften und einzigartigen Herausforderungen. Zum Beispiel das Loch 8, ein Par 3 mit 175 Yards, mit einem welligen Green. Bei jedem falschen Schlag wird der Spieler seinen Ball nach unten rollen sehen, sehr oft bis zum äussersten Rand des Loches 7. Das Loch 16, welches das Motiv der Postkarte des Platzes zeigt, ist ein Par 4 mit einem scharfen Dogleg nach rechts. Vom Tee aus hat der Spieler einen herrlichen Blick auf den Staudamm und den Regenwald. Aber er darf sich nicht von der Aussicht blenden lassen, weil der Abschlag an diesem Loch sehr präzise sein muss. Gleich weiter unten befindet sich ein Stück Regenwald, welches vom Ball überflogen werden muss, bevor er schliesslich auf dem Fairway landet.

Das Hauptquartier, zu Beginn geplant von Ícaro de Castro Mello und danach erweitert von Roberto Aflalo, hat eine markante Charakteristik: von allen Seiten hat man einen Blick auf den Golfplatz und den Regenwald. Diese architektonische Sorgfalt schafft einen wunderbaren Eindruck von Freiheit und Weite. Dies ist eines der Motive, zusammen mit dem Golf und der vorzüglichen Lage, was den Clube do Campo zu einem der meist bespielten Plätze für Turniere und Veranstaltungen macht. “Unser Club ist ein wahrer Erfolg. Die grösste Aufgabe ist die Anzahl der Mitglieder. Nach unseren Statuten können wir 1.500 Mitglieder aufnehmen, aktuell haben wir 1.490 Mitglieder, von denen 650 Golfer sind. Unser Haus ist immer sehr gut besucht und das macht uns natürlich glücklich“, verkündet Antonio Muniz Furtado Simas, der Präsident des Clubs.
PDF_30_icon Reportage mit portugiesischem Originaltext

GOLF-LIFE vom 2007-20
“Genesende Schönheit”
(Übersetzung Markus Habich)

PDF_30_icon Reportage mit portugiesischem Originaltext

Die Südküste Rios hat 365 Inseln. Aber der Golfsportler möchte sich nur für die 18 Löcher des Hotels do Frade interessieren, die mit neuen Greens und neuem Rasen ausgestattet wurden. Die Legende und die touristischen Infoprospekte besagen, dass die “Angra dos Reis“ mit 365 Inseln verschönert ist. Es ist ein Paradies, nach allen Seiten umgeben von Wasser, und das an jedem Tag des Jahres. Wenn man aber ein begeisterter Golfer ist, wird man einige Jahrzehnte benötigen, um alle diese wunderbaren Ausdehnungen durch das Meer kennenzulernen, schon dass es nicht schwierig sein dürfte ihn zu überzeugen den Fuss auf das Festland – um es genauer zu sagen, auf das Grün des kürzlich renovierten Golfplatzes des Hotels Frade und Golfressort zu setzen. Es befindet sich zwischen dem Serra do Bocaina und dem Meer, der Platz des Hotels do Frade wurde geplant in den 80iger Jahren von den Engländern Dave Thomas und Peter Allis. Im Laufe vieler Jahre, bekam er nicht die Instandhaltung, die er verdient hätte und schreckte so viele Golfer ab. Zum Glück für die Liebhaber des Golfsports – und zum Pech für die Inseln, die nicht mehr so viele Besuche von Golfern hatten-, veränderte sich der Golfplatz sehr und das zum Besseren. Und alles deutet darauf hin, dass es sich weiter verbessern wird, weil der Direktor des Hotels, Antonio Borges, sich schlussendlich in das Golfen verliebt hat. Der Tennisliebhaber, schloss sich erst seit ungefähr zwei Jahren den Schlägen und kleinen Bällen an. “Ich verbessere mich immer mehr im Golfen und werde im Tennis immer schlechter“, erzählt er. Die gleiche Begeisterung, die ihn ein Green errichten liess, um den Approach (Annäherungsschlag) zu trainieren, liess ihn auch fast 1 Million Reais in die Erneuerung des Platzes investieren. Am Anfang wurde der Rasen der Fairways und Greens ausgetauscht. Heute findet man eine schöne Bedeckung mit smaragdfarbenen Rasen und eine Vielfalt in den Greens. Allein dies wäre schon Grund genug, um das Hotel do Frade wieder auf die Liste eines jeden Golfers zu setzen, ein wenig anspruchsvoller und mit dem Bewusstsein das Vergnügen zu haben auf einem sehr schönen Platz zu spielen.Mit der Beratung des Profigolfers Rafael Navarro, der bereits mit auf der Champions Tour war (Turnierserie der amerikanischen PGA), wurden sechs Greens frisch aufgearbeitet. Die alten Greens, die rund und total eben waren, wurden ausgetauscht und durch grössere, sehr wellige ersetzt, die im Augenblick des Puttens eine viel grössere Portion an Beweglichkeit verlangen. Die vielleicht einschneidenste Veränderung trat am Loch 17 ein, ein Par 3, das die Aufmerksamkeit nicht sehr auf sich zog und keine besondere Schwierigkeit bot. Das neue Green besitzt jetzt die dreifachen Ausmasse des Originals, ist nun gut von einem See geschützt. Durch diese Umwandlung ist das 170 Yard Loch ein heisser Kandidat für ein Bild auf einer Ansichtskarte.

An Motiven für Ansichtskarten jedenfalls fehlt es in Frade nicht. Allein schon der Golfplatz zeigt eine einzigartige Schönheit. Wenn man einmal im Spiel ist, fühlt man sich in die Natur versunken. Egal auf welche Seite man schaut, wird man umfangen sein von einem intensiven Grün und einer Stille, Eigenschaften, die dazu dienen Hirsche (Família: Cervidae) auf den Platz zu locken, die dann sogar aus den Händen der Golfer Früchte essen.

Ein anderes herausragendes Loch ist das Loch 6, ein Par 4 mit einer Länge von 342 Yards und einem Dogleg von 90 Grad nach links. Das neue Green dieses Loches ist ringsum von einem See umgeben, was die Schwierigkeit des Annäherungsschlags um einiges erhöht. Aber man sollte nicht all seine guten Schläge dort verschwenden: die Löcher 8 und 9 sind auch grosse Herausforderungen. Es sind zwei Par 3 Löcher, beide 148 Yards lang vom blauen Tee. Der Abschlag am Loch 8 muss über den Ruinen eines Aquädukts aus dem 19. Jahrhunderts geschehen. Es scheint so, als ob es nicht sehr schwierig sei, aber es ist unglaublich wie ungewöhnliche Umgebungen die kleinen Bälle beeinflussen können. Darauf sollte man sich einstellen: wenn sich der Ball einmal hinter einer Ruine verfängt, wird die Scorekarte (sehr) die Konsequenzen zu spüren bekommen. Und das Schlimmste ist wenn man zum nächsten Loch, das von beiden Seiten mit Urwald umgeben ist, mit einem erschütterten Selbstbewusstsein kommt. Falls irgendein Missgeschick am Ende des ersten Durchgangs passiert, sollte man sich beruhigen: wenn man ans neue Tee des Loches 11 kommt, wird man sicherlich ruhiger werden.

Man wird sich auf der Anhöhe einer 45 Meter hohen Mauer befinden, von dort aus man ein paar Inseln und einen guten Teil des Platzes sehen kann. Auf alle Fälle lohnt sich ein wenig im sympathischen und stillvollen Restaurant Morro do Coco auszuruhen, ein paar Meter vom Tee entfernt (wer Lust hatte, kann ein schönes Bad riskieren bevor es zum nächsten Drive geht).

“Das Restaurant hat sich zum Zwischenstopp gewandelt und hier finden auch die Siegerehrungen unserer Turniere statt“, sagt der Hauptverantwortliche des Platzes, Antonio Lins. Nach einer Spielrunde, einer guten Bestellung und einem schönen Bad im Meer vor dem Hotel – das Wasser ist grünlich und sehr klar, ideal um sich von den verlorenen Bällen und missglückten Schlägen abzukühlen. Ah, und vergessen Sie nicht: die Angra dos Reis hat 365 Inseln, eine für jeden Tag des Jahres- aber natürlich erst nach dem Golfen.

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