Brasilien Golf

Flüge nach und innerhalb Brasiliens

Die Golfplätze Brasiliens liegen wie die großen Metropolen des Landes meist weit auseinander. Zu weit, um sich einen Mietwagen zu schnappen und in ein paar Stunden hinüberzufahren. Da Zugverbindungen leider Mangelware sind und die zwar zahlreich vorhandenen Fernbusse sich auch über die oft nicht besonders gut ausgebauten Straßen quälen müssen, bleibt meist für einen bequemen Transfer am Ende nur das Flugzeug übrig.

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Doch selbst hier muss man mit mehrstündigen Flügen rechnen, so gewaltig erstreckt sich Brasilien von Nord nach Süd und von Ost nach West. Mehrere tausend Kilometer Distanz zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind keine Seltenheit, Zwischenlandungen und Umsteigen bleibt einem meistens nicht erspart, da die Airlines mit Vorliebe den Umweg über eigene Drehkreuze wählen. Und bei internationalen Flügen reduziert sich die Auswahl brasilianischer Airports auf eine sehr überschaubare Anzahl: von Deutschland aus sind São Paulo und Rio de Janeiro im Süden mit Lufthansa direkt zu erreichen, im Nordosten wird noch Salvador mit Condor direkt angeflogen. Ansonsten heisst es über Lissabon (TAP), Paris (Air France / KLM) oder Madrid (Iberia) zu fliegen, wo bei sich die Destinationen nicht wirklich deutlich erhöhen.

Darum empfehlen wir, sich bereits frühzeitig nach einem preiswerten Flug nach Brasilien umzusehen. Frühbucher kommen fast immer in den Genuss von Rabatten, zudem ist die Auswahl an Verbindungen zum Zielort deutlich größer. Und auch bei den Flügen innerhalb Brasiliens von einem Golfplatz zum anderen kann man mit einem ein bisschen Vorausplanung und Flexibilität bares Geld sparen.

Auch bei den Kurz- und Mittelstrecken herrscht genauso wie bei den Langstrecken kaum echte Auswahl vor. Die drei großen Anbieter TAM, GOL und Azul haben den inländischen Markt faktisch zwischen sich aufgeteilt, daneben gibt es noch ein paar kleinen Nischenflieger wie Passaredo oder Trip. Während die „Großen“ mit Jets wie Boeing 737, Airbus 330 oder Embratur 190 unterwegs sind, muss man auf der Kurzstrecke oft mit Turboprop-Maschinen von Typ ATR-72 Vorlieb nehmen. Ansonsten ist das Flugnetz jedoch gut ausgebaut und auch die im hintersten Winkel des Landes versteckten Golfplätze gut zu erreichen.

Der Bord-Service ist bei allen Airlines allerdings mittlerweile bescheiden oder nur gegen Cash zu bekommen, eine Business-Klasse gibt es überhaupt nicht mehr. Um im Chaos des ständig zunehmenden Passagieraufkommens sind Verspätungen immer häufiger an der Tagesordnung. Auch werden im Hinblick auf die kommende Fussball-Weltmeisterschaft 2014 zahlreiche Flughäfen auf den letzten Drücker umgebaut, so dass hier ebenfalls mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist.

Ein wichtiger Punkt dürfte auch das Gepäck darstellen. Kann man normalerweise von Europa mit 2 x 32 Kilogramm nach Brasilien fliegen, ist der Weiterflug innerhalb des Landes nur mit einem Gepäckstück mit maximal 23 Kilogramm möglich. Für die eigene Golfausrüstung sollte man bei seiner Kalkulation die Kosten für Übergewicht mit einrechnen oder gleich versuchen, das gesamte Gepäck bereits daheim auf das notwendigste zu reduzieren.

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