Brasilien Golf

Golfberichte Daniela Murray 2008

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Ein kleiner Tipp
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2008 war kein gutes Jahr im Golf für mich. Ich habe wenige meiner Ziele erreicht und Ende Juli habe ich mich entschieden, den Trainer zu wechseln. Es war keine leichte Entscheidung, da mein neuer Trainer in England ist und ich meinem Trainer sagen musste, dass ich ihn “verlassen“ werde. Im November flog ich zum ersten Mal nach England und verbrachte 4 Tage dort. Ich habe 4 Tage hart trainiert und habe auch sehr vieles gelernt. Ich will in diesem Bericht, all den Golfern, die etwas an ihrem Schwung verändern wollen, aber nicht weiter kommen, einen Tipp geben: Langsam schwingen! Und Tiger Woods macht es auch.

Wie ich die Wörter “langsam schwingen“ gehört habe, konnte ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Wir haben angefangen an meinem Aufschwung zu arbei-ten und ich musste den ganzen Aufschwung so langsam machen, dass mein Körper jede Bewegung spüren konnte. Ich trainiere so schon 3 Monate lang und man sieht den Unterschied.

Es geht ganz einfach, aber man muss konsequent dran bleiben.

1. Reden Sie mit Ihrem Trainier und fragen Sie ihn ganz genau, was sie machen müssen und wie diese Bewegung ausschauen soll. Machen Sie langsame (slow-motion) Bewegungen und fragen Sie ihn, ob es stimmt. Schreiben Sie sich alles auf (es ist auch wichtig aufzuschreiben was man bei der Bewegung fühlen soll). Tipp: Filmen Sie die richtige slow-motion Bewegung.

2. Wenn Sie am Bälle schlagen sind machen Sie Folgendes: Schlagen Sie immer 3 Bälle und machen Sie zwischen jeder 3er-Gruppe von Bällen einen sehr langsamen Probeschwung. Wenn Sie etwas an Ihrem Aufschwung ändern, können Sie ruhig beim Downswing schnell schwingen. Schauen Sie hin und wieder auf ihren Notizzet-tel. Sie werden nach einer Zeit merken, dass Ihnen Ihr Körper wehtut. Machen Sie eine Pause. Die Schmerzen am Körper zeigen, mit welchen Muskeln Sie arbeiten bzw. welche schwach sind. Trainieren sie einen Monat lang nur langsame Schwün-ge. Tipp: Sie müssen und sollten auch nicht den ganzen Tag auf der Range stehen. Schlagen Sie eine Stunde Bälle und trainieren Sie nachher was anderes.

3. Nachdem Sie die langsamen Schwünge ein ganzes Monat lang trainiert haben, treffen Sie sich wieder mit Ihrem Trainier und machen Sie eine Videoanalyse von Ihrem langsamen Schwung. Filmen Sie ein paar normale Schwünge und schauen Sie, ob Sie noch die alten Fehler machen. Wenn ja, dann wissen Sie was Sie in nächster Zeit weiter trainieren müssen.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Veränderungen. Das Wichtige bei so ei-nem Training ist, dass man es konsequent durchzieht. Es ist ein Training, das 2 Sa-chen bearbeitet: den richtigen Schwung und das Stärken von den schwachen Mus-keln. Wenn Sie den ersten Monat gut überstanden haben, es konsequent gemacht haben und eine Besserung sehen, dann können Sie hin und wieder normale Schwünge machen. Sie werden merken (bei der Videoanalyse), dass die Fehler, wenn Sie einen normalen Schwung machen, langsam verschwinden.

Es ist ein langsamer Prozess, aber ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass es funktioniert. Ich habe unter anderem gelernt, dass bei Schwung- Verände-rungen die Geschwindigkeit ein sehr großer Feind ist.

Ich wünsche allen Golfern, die den Tipp annehmen viel Spaß und hoffe, es hilft Ihnen weiter. Viel Erfolg und bis zum nächsten Mal.

Daniela

Meine 2 letzten Wochen in Brasilien! (13.08. 2008)
Es waren 4 Wochen in Brasilien und diese habe ich auf verschiedenen Golfplätzen und Golfturnieren verbracht. In diesem Bericht erzähle ich euch über die 2 letzten Turniere die ich gespielt habe.

Aberto do Sao Fernando – São Fernando Golf Club, Cotia, SP
_DSC0614Ein Turnier zu Hause zu spielen war etwas sehr Spezielles für mich. Den Sao Fernando Golfplatz kenne ich sehr gut und auch paar Fans drückten mir die Daumen. Der Platz war in perfekten Konditionen und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Eine 78 am ersten Tag brachte mich auf den 2. Platz, nur 3 Schläge hinter der Führenden. Eine 84 am 2. Tag schmiss mich aus der Bahn und ich fiel auf Platz 5 zurück. Ich war nur 4 Schläge hinter dem ersten Platz und wußte das ich das Turnier noch gewinnen könnte. Am letzten Tag ging ich auf den Platz, mit dem Ziel, einfach mein Spiel zu spielen. Ich begann mit einem Birdie auf der 1, aber leider folgten 3 Bogeys. Ich lag +4 nach 9 Löchern, dann spielte ich von der 10 bis zur 16 alle Löcher mit Par. Ein Wasserball auf der 17 kostete mich ein Doublebogey. Auf der 18 lochte ich dafür noch einen Birdieputt von ungefähr 7 Meter ein. Ich spielte +5 und es gab Hoffnung auf den 3. Platz, leider ging es sich nicht ganz aus und ich belegte schlussendlich den 4.Gesamtrang. Ich war sehr zufrieden mit meinem Spiel und hatte eine sehr gute Einstellung für die Woche darauf in Rio de Janeiro.

Faldo Series South America – Itanhangá Golf Club, Rio de Janeiro, RJ
070 Da&Kerry McDonaldDies war das erste Turnier in Südamerika von der Faldo Series. Die besten Jugendlichen Brasiliens und die 5 besten Argentiniens spielten 3 Runden im Itanhangá Golf Club. Es war ein sehr gut organisiertes Turnier, und obwohl mein Spiel nicht toll war, habe ich sehr viel gelernt. Am 2. Trainingstag gab es eine Präsentation von Keith Wood (er ist der Personal Coach von Nick Faldo und Trainer der Englischen Damen-Nationalmannschaft). Bei seiner Präsentation beantwortete er alle Fragen, die die jugendlichen Spieler stellten. Am ersten Tag habe ich 83 gespielt und lag auf dem 5.Platz.

Am Nachmittag gab es noch eine Präsentation, diesmal vom Fitnesstrainer von Nick Faldo. Sein Name ist Joe Eischen und er arbeitet in der Mayo Clinic in Minnesota. Es waren 2 Stunden mit viel Bewegung. Am 2. Tag habe ich 81 gespielt, lag auf 6. Platz. (9 Schläge hinter der Führenden). Nach dem Spiel hatte ich eine Trainingsstunde und ein langes Gespräch mit Keith Wood. Das Ergebnis zeigte sich am 3. Tag. Ich habe die beste Runde vom Turnier gespielt (74/+2) und bin noch 2. geworden, nur 2 Schläge hinter Karina Palmberg, die das Turnier gewann.
Die gesamte Rangliste findet ihr hier.

071 Da & Joe EischenGerne möchte ich mich noch ganz herzlich bei Faldo Series und beim Organisator für Süd-Amerika, Michael Nagy, bedanken. Das Turnier ist eine grossartige Gelegenheit, sich mit Spielern gleichen Alters aus anderen Laendern und Kontinenten zu messen. Alle Finalisten treffen sich im Oktober in Bahia, Brasilien zum großen, weltweiten Finale.

Ich hingegen, freue mich schon sehr auf die südamerikanische Ausgabe der Faldo Series 2009. Bis dahin werde ich mich bestens vorbereiten. Fitness steht ab sofort ganz an erster Stelle meines Programmes.

Liebe Grüsse
Eure Daniela

Mein erstes Hole-In-One!
Hole-In_Murray Daniela 2008_saofernandoIch wollte euch nur kurz Bescheid sagen, dass ich heute, am 23. Juli 2008, auf der 6 vom GC São Fernando ein Hole-In-One gemacht habe.

Ich habe ein Eisen 7 geschlagen, der Ball ist 3 m vor der Fahne aufgekommen und ins Loch gerollt. Die Fahne stand heute Mitte-Links vom Grün hinter einem tiefen Bunker. Das Loch ist 134 Jards lang. Ich konnte es kaum glauben wie ich gesehen habe, dass mein Ball im Loch verschwunden war.

Dies ist mein erstes Hole-In-One. Beim Hole-in-One waren dabei: Gustavo Pereira, der mit mir spielte, Richard Conolly (der Präsident vom Club) und Alessandro Fabietti, ein Pro, die am nächsten Abschlag warteten.

Im Club waren alle auf ein nichtalkoholisches Getränk eingeladen. Jetzt muss nur noch mein Vater ein Hole-In-One machen, damit die ganze Murray Familie dem Hole-In-One-Club angehört.

Liebe Grüsse
Eure Daniela

Das nenne ich Golf!
2008alphaville
Von 4 Turnieren, die ich innerhalb von vier Wochen spiele, habe ich schon 2 hinter mir. Es waren die 2 wichtigsten Turniere des Jahres: die brasilianischen Amateur – Staatsmeisterschaften für Jugendliche und für Erwachsene. Zwei Turniere ergaben zwei verschiedene Ergebnisse.

Brasilianische Jugend Staatsmeisterschaften – Alphaville Graciosa Country Club – Curitiba
Der Golfpatz im Alphaville Graciosa Country Club ist nicht lang, doch die Grüns unterschiedlich gross und sehr schnell. Das Wetter war immer schön und ich hatte immer sehr frühe Startzeiten.

Ich hatte mich gerade von einer nicht sehr guten Golfsaison in Österreich erholt und war bereit meinen Vorjahrestitel zu verteidigen.

Am ersten Tag spielte ich +6 und Karina meine größte Konkurrentin eine +7. Mit meiner Führung und meinem Spiel war ich sehr zufrieden und positiv für die nächsten Tage eingestellt.

Am 2. Tag haben wir beide +4 gespielt, wobei Karina am Loch 18 einen 4-Putt machte und ich so meinen kleinen Vorsprung halten konnte. Aber ich wußte, um das Turnier gewinnen zu können, muss ich mein Putting verbessern. Nach der 2. Runde stand ich eine Stunde am Puttinggrün und habe fleißig geübt.

Am 3. Tag kamen meine Eltern früh morgens mit dem Flieger aus São Paulo nach Curitiba um mich zu unterstützen. Wir fingen auf der 10 an und ich machte Bogey, Bogey gegen Par, Par von Karina. Auf dem 15. Tee lag ich 2 Schläge hinter ihr und kämpfte stark mit meinem Putter. Anschliessend spielte sie Bogey, Bogey, Bogey und Par und beendete so die ersten 9 Löcher mit +3. Da ich +4 spielte gingen wir Schlaggleich auf die letzten 9 Löcher des Turniers. Auf der 4 hatte ich dann eine gute Birdiechance von 2 Meter vorbeigeschoben und auf der 5 spielte ich ein Bogey mit 3 Putts und gab somit die Führung um einen Schlag ab. Auf der 6 war mein Ball fast im Aus und konnte so noch ein gutes Par retten, aber Karina spielte dort ein Birdie. Ich war 2 Schläge hinter ihr und wir hatten nur noch 3 Löcher. Die folgenden 2 Löcher spielte ich Par-Par und Karina Bogey-Par. Am Tee 9 unserer letzten Spielbahn wollte ich dieses Spiel in ein Play-Off zwingen. Karina lag mit dem 2.Schlag auf dem Grün und ich im Bunker. Mit einem gutem Bunkerschlag und ein Putt rettete ich das Par und Karina hatte nur noch einen 2 Meter Putt zum Sieg. Ich kannte das Gefühl einen Putt zum Sieg zu haben und war mir fast sicher sie würde diesen vorbeischieben. Es passierte auch und so gingen wir auf das 10. Loch zum Play-Off.

Die Regeln wurden uns erklärt. Eine Münze wurde geworfen, woraufhin Karina zuerst abschlagen durfte. Ich schlug einen guten Drive, ein Holz 4 und lies meinen Chip 2,30 m vom Loch und sah somit die Chance auf ein Birdie. Karina machte das Par und ich lochte den Birdie-Putt nicht ein. Weiter ging es zum 2. Play-Off Loch auf die 14, einem Par 3. Sie ließ den Ball 2 Meter vom Loch und ich hatte somit den ganzen Druck. Mein guter Abschlag landete ein bißchen weiter weg in Fahnenhöhe und ich musste daher zuerst putten. Ich schob den Putt vorbei und sie lochte zum Birdie ein. Der Jugend-Amateurtitel 2008 ging somit an Karina. Ich war traurig, und obwohl ich mein Bestes gegeben habe, war es nicht genug gewesen.
Die gesamte Rangliste findet ihr hier.

Brasilianische Amateur Staatsmeisterschaften Erwachsene – São Paulo Golf Club
Murray Daniela 2008alphaville puttinggreenZwei Tage nach den Jugend Meisterschaften stand ich schon am ersten Abschlag in São Paulo um die Trainingsrunde zu spielen. Ich hatte noch nie zuvor im São Paulo GC gespielt. Der Platz hat mir gefallen und ich war in sehr guter Stimmung.

Nach dem ersten Tag verging mir die gute Stimmung und ich war völlig verzweifelt. Mein Vater hat Caddie gemacht und auch er konnte es fast nicht glauben. Ich hatte eine 88 (+17) gespielt, mein schlechtester Score seit 2 Jahren. Ich traf keinen Ball gut und keine Putts gelocht – ich war völlig hilflos. Mein gutes Spiel vor weniger als einer Woche war komplett verschwunden.

Am 2. Tag verbesserte ich meinen Score um 3 Schläge und ich musste realistischer Weise mein Ziel runtersetzen: Es ging mir nicht mehr darum, zu gewinnen sondern ein Top 5 Finish Position zu erspielen. Ein Pro namens Tamas, vom São Paulo GC hatte von mir gehört, kam mir entgegen und bat mir Hilfe an. Gerne nahm ich das Angebot an und er hat sich meinen Schwung, mein Chipping und Putting angeschaut. Es ist klar, dass man über Nacht keine Wunder erbringen kann, aber dank seiner hatte ich ein wenig Selbstvertrauen zurückgewonnen.

So ging ich am 3. Tag wieder mit einer sehr positiven Einstellung auf den Platz, spielte 78 und war wieder zurück auf den Beinen.

Am 4. Tag ging alles blendend bis auf die Putts. Eine falsche Schlägerwahl auf der 17 bedeutete Double Bogey und noch ein Fehler auf der 18 (Wasser!) und somit Bogey, ergab einen Schlußscore von 81.

Auch dieses Turnier gewann Karina. Diesmal holte sie sich den Titel vor der brasilianischen Nr.1 Patricia Carvalho. Karina spielte 77/76/78/70 und gewann mit 3 Schlägen Vorsprung.
Die gesamte Rangliste findet ihr hier.

Es waren 2 sehr unterschiedliche Wochen. Eine Up-Woche und eine Down-Woche. Das nenne ich Golf!

Tamas+Dani Aberto Amador do Brasil SPGC  2008 043Ich will mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Klaus Kaiser bedanken, der mir Tamas vorstellte und auch bei Tamas für seine nette Art und Weise mir zu helfen.

Diese Woche gibt es ab Freitag die São Fernando Offenen Meisterschaften über 54 Loch und nächste Woche die Faldo Series (für Jugendliche aus Südamerika) im Itanhangá Golfclub in Rio de Janeiro.

Liebe Grüsse
Eure Dani

Von diesen Spielern kann man etwas lernen (22. Juni 2008)
Vom 5. bis 8. Juni 2008 fand dieses Jahr das Bank Austria Open (eine Etappe der European Tour) im GC Fontana statt. Michael Campbell war ein “prominenter Gast“. Leider hat er den Cut nicht geschafft, aber trotzdem haben wir, die Schüler der GOLF-HAK, unseren Spass gehabt.Jedes Jahr werden wir, die Schüler der GOLF-HAK, eingeladen, um beim Bank Austria Open als Freiwillige mitzuhelfen. Die ganze Sache ist nicht so einfach wie man glaubt. Dieses Jahr waren wir als, Spotter, Carryboard, Caddy, GOLF-HAK–Stand-Aufpasser, Scoreboard und Mikrofonhalter fürs Fernsehen eingeteilt worden. Ich war dieses Jahr auch für die gesamte Gruppe verantwortlich und habe gemerkt, wieviel Arbeit es ist, so ein Turnier zu organisieren. Insgesamt waren wir 44 Schüler.

Ich werde euch diese Jobs im Einzelnen erklären.

Spotter
Die Spotter arbeiten für das Fernsehen und sind so zu sagen “die Augen“ der Kommentatoren. Wir berichten der „Zentrale“ (es war ein Lastwagen) jeden Schritt unseres Flights. All diese Information wird natürlich auf Englisch weitergegeben. Wenn ein Flight nicht so gut gespielt hat oder ein anderer Spieler angefangen hat sehr gut zu spielen, wurde einer von den Spottern zu einem anderen Flight oder zu dem Spieler, der gut spielt, geschickt. Ich hatte die Ehre am ersten Tag (eigentlich 2. Tag, weil der 1. wegen Regen abgesagt wurde) mit Michael Campbell, Martin Wiegele und David Howell mitzu-gehen.
Spotter
Philipp und Patrick als Spotters

Carryboard
Damit die Zuschauer immer wissen, wie die Spieler liegen, werden mit gewissen Flights Boards mit-geschickt, die den genauen Stand der Spieler angeben. Es ist kein einfacher Job, weil man 36 Löcher lang eine ziemlich schwere Tafel, für alle Zuseher gut sichtbar, tragen muss.
carryboard
Die Carryboards, Jan-Carl, Michael Campbell und Stefan.

GOLF-HAK-Stand-Aufpasser
Wir hatten, so wie jedes Jahr, einen Stand. Wir machen Werbung für unsere Schule und normalerwei-se betreuen die älteren Schüler den Stand.
golf hawk
Marco, Lisa, Melanie und Jan-Carl.

Scoreboard
Wir hatten diese Stelle nur am Sonntag. Ein Schüler von uns musste mit einem Boot zum Scoreboard auf den See der 18. Bahn rudern. Dort wurden die besten 6 Spieler mit ihrem gesamten Score ange-zeigt. Es war ein spannender Job, weil der Arbeitsplatz (im Boot!) ziemlich wackelig war.
Scoreboard
Das Scoreboard auf der 18.

Mikrofon
Hinter den Grüns stehen Mikrofone. Damit die Schläge aber auch von den Fairways und Tees über-tragen werden können, muss das Fernseh-Team Mikrofone auf den Platz schicken. Die Mikrofonhalter werden mit einem Kameramann mitgeschickt und nehmen so von den wichtigen Spielern die Geräu-sche der Schläge auf.
Patrick und ich
Patrick und ich.

Die GOLF-HAK – Schüler im Fontana
GOLF-HAK-Schüler im Fontana
Im Grossen und Ganzen haben wir das ganze Wochenende hart gearbeitet. Wir waren jeden Abend ziemlich kaputt. Wir sind jeden Tag um 4 Uhr früh aufgestanden und erst gegen 21 Uhr waren wir zurück im Internat in Stegersbach.
Trotzdem hatten wir alle viel Spass, sicherlich einiges dazugelernt und vor allem viele neue Golffreun-de kennen gelernt.

In meinem nächsten Bericht werde ich über die Golf Intensivtage der GOLF-HAK schreiben.

Bis bald.
Liebe Grüsse
Eure Daniela

Die Österreicherin in Brasilien (25. April 2008)
Erst nach einem Jahr an der GOLF-HAK konnte ich endlich einer Freundin mein zu Hause zeigen. Wir haben in meinem Club São Fernando und im Damha Golfclub gespielt, konnten sogar ein Turnier spielen, waren bummeln in Embú das Artes und hatten Ostereier gesucht. In diesem Bericht habe ich ein kleines Interview mit meiner Freundin, Dominique, gemacht.
1Embú das Artes
Dominique und ich in Embú das Artes.

Dominique, wie hat dir Brasilien gefallen?
Brasilien ist ganz anders als Österreich. Es ist alles sehr gross und sehr anders. Brasilien hat mir sehr gefallen. Die Menschen sind sehr freundlich und sehr nett. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

Du hast 2 Golfplätze gespielt in Brasilien, wie haben sie dir gefallen?
Die Golfplätze haben mir sehr gut gefallen, obwohl sie verschieden sind. São Fernando hat viel Wasser und ist im Gegensatz zu Damha lang. Damha ist ein sehr schöner Golfplatz, aber da er neu ist, hat er noch nicht die Qualität vom São Fernando.

Du warst zwar mehr am Golf spielen als in der Stadt, aber wie hat dir das Wenige was du von der Stadt gesehen hast gefallen?
Wie gesagt, es ist alles sehr gross. Was mir aufgefallen ist, dass die Brasilianer nicht Auto fahren können. Ich fand es unglaublich wie am Weg zum Flughafen und auf jeder Ampel es Leute gibt die dir was verkaufen wollen.
2ostrerier
Die Familie Maurray beim Osterei suchen.

Was sind Sachen die es nicht in Österreich gibt?
Ich war zur Osterzeit in Brasilien und ich fand es lustig wie die Ostereier im Supermarkt runter hängen und wie die Familie Murray im Garten Ostereier suchen geht. Auch die “verrückten“ Autofahrer gibt es bei uns nicht. Und was ich sicher sehr vermissen werde, ist die Churrascaria.

Würdest du noch einmal nach Brasilien kommen?
Auf jeden Fall! Das nächste Mal werde ich hoffentlich auch an das Meer fahren. Ich würde gerne viel mehr Golfplätze kennen lernen.
3Dominique im Damha
Dominique im Damha

Ich würde mich gerne sehr herzlich beim Richard Conolly (Präsident vom São Fernando), alle Mitglieder vom São Fernando, beim Damha Golf Club, beim Marco Frenette (er hat uns hin und zurückgeführt vom Damha) bei Klaus Kaiser (er hat mit uns gespielt) und beim Hotel Familie Murray (Papa, Mama und Patrick) bedanken. Ohne euch wäre der Aufenthalt von der Dominique sicherlich nicht so toll gewesen.

Jetzt fängt bei uns in Österreich die Turniersaison an und ich werde über meine Ergebnisse berichten. Die Ergebnisse können auch online auf der Website www.golf.at gefolgt werden. Das nächste Turnier ist in Zell am See vom 2. – 4. Mai.

Bis bald.
Liebe Grüsse
Daniela

São Paulo – Graz – Antalya Trainingswoche in der Türkei (03. März 2008)
Nachdem ich 2 Wochen in Spanien trainieren war, von meinen Schulkollegen als Urlauberin bezeichnet wurde, bin ich auch noch in die Türkei geflogen, um mit meiner Schule dort zu trainieren. Diese war die 9. Trainingswoche der GOLF-HAK. Wir waren 76 Personen (4 Lehrer, 62 Schüler, 4 Teachingpros, 2 Gast Playingpros und 4 prominente Gäste)
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Mein Bruder, Patrick und ich in Wien am Weg in die Türkei.

Türkei 2008 war eine ganz andere Trainingswoche, nicht nur weil wir in einem 5 Sterne Hotel waren oder weil wir auf anderen Plätzen gespielt haben oder weil wir die grösste GOLF-HAK Gruppe bisher waren (ohne den Promigästen), sondern weil wir prominente Gäste bei uns hatten. Markus Brier, Jürgen Maurer (Ex-Schüler der GOLF-HAK), Leo Astl (Ex-Schüler der GOLF-HAK) und Anders Forseband (Trainer des Telekom Austria Golfteams) haben uns ein bisschen mehr über das Profileben erzählt.

Wir sind am Samstag den 23.2 von Wien um 7 Uhr in der Früh weggeflogen und sind am Samstag den 1.3 um 23 Uhr in Wien angekommen. Wir waren genau eine Woche mit und bei den Türken!

golf_2Die Türkei bzw. Antalya hat sehr, sehr schöne Golfplätze. Antalya ist eine arme und sehr trockene Stadt. Bei unserer Busfahrt vom Flughafen bis ins Hotel haben wir nicht nur die lebensvolle türkische Musik gehört, sondern wir haben auch den grossen Unterschied gesehen den es auch in Brasilien gibt. Auf einer Seite die Slums und auf der anderen Seite die Luxushotels mit den jeweiligen sehr grünen Golfplätzen. Die Hotels sind alle sehr gross und bunt und die Stadt ist sehr verschmutzt und braun getoent.
Foto: Blick vom 9. Grün zum Clubhaus (The New Course)

Wir waren im 5 Sterne Gloria Serenity Hotel & Resort untergebracht. Das Hotel war am Meer. Das Gloria hat 3 Golfplätze (The New Course, The Old Course, beide mit 18 Löchern und The Verde Course mit 9 Löchern), eine Range mit 2 Stockwerken, 2 Putting-Greens mit jeweils 18 Löchern und 2 Pitching-Greens mit jeweils 3 Löchern. Wir haben 2-mal The New Course gespielt und einmal The Old Course.

golf_3The New Course wurde 2005 eröffnet und wurde von Michael Gayon entworfen. Der Platz ist nicht sehr lang, aber dafür sehr eng. Von Weiss (Männer) ist er 6862 Yards lang und von Rot (Frauen) ist er 5589 Yards lang. Die Fairways und die Grüns sind sehr wellig. Die Grüns sind sehr gross und im Gegensatz zu den Fairways sind sie relativ breit. Die Grüns sind sehr hart und werden von den Bunkern geschützt. Das schwierigste Loch, ist die 4, ein Par 4, namens “The Long Road” mit 605 Yards für die Männer und 468 für die Frauen. Dies ist eines der wenigen Löcher mit Fairwaybunkern. Was das Loch so schwierig macht sind nicht nur die vielen Bunker und das enge Fairway sondern auch das 60 Yards lange Grün. Das “leichteste” (meint die Scorekarte) Loch ist die 15, ein Par 3 namens

“The High Tee” mit 172 Yards für die Männer und 143 Yards für die Frauen. Das Loch hat nur einen Bunker, was sehr ungewöhnlich ist und ist breit. Die 17, ein Par 3 namens “The Island“ mit 161 Yards für die Männer und 136 Yards für die Frauen, ist das Loch, das mir am besten gefallen hat. Der Name sagt schon alles. Es ist ein Par drei mit Inselgrün und keinem Bunker.

golf_4The Old Course ist bekannt für seine noch engeren Fairways und für taktischeres Spielen. Die Grüns sind im Gegensatz zu den Fairways sehr wellig und sehr hart. Dieser Platz ist länger, mit 6799 Yards von Weiss und 5654 Yards von Rot. Bei diesem Platz kommt viel Wasser ins Spiel und da die Fairways enger sind kommen auch viele Bäume ins Spiel. Das schwierigste Loch ist die 8, ein Par 4 namens “Heron Walk” mit 567 Yards für die Männer und 470 Yards für die Frauen. Das Loch ist ein Doppeldogleg mit Wasser auf der ganzen rechten Seite. Es fängt mit einem Dogleg nach links an und dann kurvt es nach rechts. Dein Schlag auf das Grün ist, von wo auch immer du liegst, ein Schlag über das Wasser.
Foto: 6. Loch “The New Course”

Das leichteste Loch ist die 10, ein Par 3 namens “Postage Stamp” mit 143 Yards für die Männer und 115 Yards für die Frauen. Es ist eigentlich ein langweiliges Par 3, meiner Meinung nach. “No Way Out” heisst das Loch was mir am besten gefallen hat. Es ist das 16. Loch, ein Par 4 mit 336 Yards für die Männer und 250 Yards für die Frauen. Es ist ein kurzes Loch, aber einmal weg von der Mitte ist sehr schwierig den Weg aufs Grün zu finden.

Wir hatten jeden Tag von 7 Uhr in der Früh bis 17:30 Uhr am Nachmittag sehr schönes Wetter. Die Temperatur lag um die 17 oC.

golf_5Nach dem Training oder dem Spielen sind manche ins Fitnessstudio gegangen oder haben sich im SPA verwöhnen lassen. Um 21 Uhr hatten wir Besprechung und dazu sind die Promigäste gekommen, die ein bisschen über sich und über ein, von uns ausgewähltes Thema erzählt haben. Markus hat uns über das Spielen mit Tiger erzählt, Jürgen und Leo haben ein bisschen das Leben “On Tour” beschrieben und Anders hat uns Trainingstipps gegeben.

Die Woche war lustig, entspannend, lehrhaft etc. Ich möchte die Gelegenheit nützen und mich beim Herrn Prof. Marth bedanken, denn ohne ihn könnte so eine Trainingswoche nicht stattfinden.
Vielen Dank auch an alle Lehrer die dabei waren.

Liebe Grüsse
Daniela

São Paulo – Graz – Play Ballena Rota
Meine Trainingswoche in Spanien!
(22. Februar 2008)
Dieses Jahr heisst es nach Spanien fliegen und dort 2 Wochen lang nur Golf spielen. Ich bin mit meiner “18 Under Par” Mannschaft (Mentaltrainerin, Coach und 6 Spieler) nach Playa Ballena, Rota, geflogen. Wir sind am Donnerstag den 7. Februar von Graz bzw. Wien weggeflogen und fliegen heute den 22. Februar wieder zurück. Es waren 2 sehr schöne und Golf fördernde Wochen.

PICT0831“18 Under Par” Mannschaft:
Patrick Murray, Roland Steiner, Georg Reiner, Dominique Hartl, Daniela Wagner, Daniela Murray, Coach Ralph Hagen, Mantaltrainerin Patrizia Hagen

Der Tagesablauf war folgender:
7:45 Uhr aufstehen
8 Uhr laufen, dann frühstücken
10 Uhr in den Club gehen.

Wir haben immer bis 13 Uhr trainiert, zu Mittag gegessen und dann wieder bis 16:30 Uhr weiter trainiert. Von 17 Uhr bis 19:30 Uhr hatten wir “frei”. Wir haben öfters nach dem Training mit der Mentaltrainerin meditiert (es war das Beste vom Tag!). Um 19:30 Uhr sind wir Abendessen gegangen und dann haben wir Rätsel gelöst oder Karten gespielt. Ich weiss, es hört sich an wie beim Militär, aber es ist nicht so. Ich habe am Anfang gedacht ich schaffe es nicht, aber dann ging es ganz locker.

In der ersten Woche hatten wir sehr starken Wind (bis zu 65 km/h) und auch Sonne. Es war eine sehr Nerven aufreibende Woche.
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Nach dem Training sind wir an den Strand gegangen und haben Übungen mit dem Gymnastikball gemacht.

Die Bälle haben am Grün von alleine angefangen zu rollen, bei Gegenwind mussten wir 2-3 Schläge mehr nehmen, sehr viel überlegen. Der Wind hat es uns nicht leicht gemacht und am Ende des Tages waren wir alle erledigt.

In der zweiten Woche hatten wir nur Sonnenschein und keinen Wind. Es war einfach herrlich!

Jeden Tag hatten wir was Anderes vor. Wir haben distance controll, putting, up-and-down, chippen und pittchen und langes Spiel trainiert. Wir waren 2 mal auf dem Platz spielen. Der Platz ist nicht sehr schwer und auch nicht sehr lang, aber wenn sehr viel Wind ist, sieht alles anders aus. Wir hatten die Chance ihn einmal mit und einmal ohne Wind zu spielen. Wir haben auch öfters am Par 3 Platz gespielt.

PICT0845Unser Hotel war direkt am Meer und der Golfplatz auch.

Diese 2 Wochen wurden von meinem Coach organisiert. Er ist auch mein Coach in der Golf-HAK. Wie ich schon gesagt habe, waren wir 6 Spieler (3 Profis und 3 Amateure). Wir kannten uns alle schon und nach diesen 2 Wochen kann ich sagen, dass wir eine Familie geworden sind. Die Amateure haben von den Profis was gelernt. Ich muss sagen, die 2 Wochen haben mir sehr gefallen, ich habe viel dazu gelernt und ich glaube ich konnte zumindest ein bisschen von meinem Wissen auch weitergeben. Ich habe in dieser Woche meine Mentaltrainerin und meinen Coach besser kennen gelernt.

Ich will mich mittels dieses Berichtes noch einmal bei meinem Coach Ralph und bei meiner Mentaltrainerin Patrizia herzlich für diese super tollen 2 Wochen bedanken.

Morgen um 7 Uhr geht es in die Türkei mit der GOLF-HAK. Wir werden eine Woche in Antalya verbringen und dort Golf spielen. Ich werde auch über Antalya berichten.

Ich hoffe, euch hat dieser Bericht und die Fotos gefallen.

Liebe Grüsse
Daniela

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